A Very English Scandal – Die komplette erste Season

By | December 3, 2019
A Very English Scandal - Die komplette erste Season

Adaptiert von John Prestons Buch “A Very English Scandal: Sex, Lies and a Murder Plot at the Heart of the Establishment” von Russell T Davies (Dr Who, Queer As Folk, Cucumber) und unter der Regie von Stephen Frears (Florence Foster Jenkins, Philomena, Gefährliche Liebschaften), mit Hugh Grant als Jeremy Thorpe und Ben Whishaw als Norman Scott in den Hauptrollen.
A Very English Scandal ist die schockierende wahre Geschichte des ersten britischen Politikers, der wegen Verschwörung zum Mord angeklagt wurde. Es sind die späten 1960er, Homosexualität wurde gerade erst entkriminalisiert und Jeremy Thorpe, der Führer der Liberalen Partei und jüngster Chef einer britischen politischen Partei in hundert Jahren, hat ein Geheimnis, dass er verzweifelt verbergen will. Solange Norman Scott, sein lautstarker Ex-Liebhaber, im Bilde ist, ist Thorpes brillante Karriere gefährdet. Schließlich sieht Thorpe nur noch eine Möglichkeit: Scott für immer zum Schweigen zu bringen. Der Prozess, der Jeremy Thorpe gemacht wurde, hat die Politik für immer verändert – die britische Öffentlichkeit entdeckte die dunkelsten Geheimnisse des Establishments und sah, wie weit es gehen würde, um sie zu verstecken.

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3 thoughts on “A Very English Scandal – Die komplette erste Season

  1. Anonymous
    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Dermaßen irrwitzig und schräg, dass einem schwindelt und „with very very British sense of humour“, 17. Oktober 2019
    Von 
    MK

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: A Very English Scandal – Die komplette erste Season (DVD)

    „A Very English Scandal“ ist eine britische Miniserie, die aus drei Teilen à ca. 56 Minuten besteht und, erstmals auf dem Sender BBC One ausgestrahlt, eine wahre, nahezu unglaubliche Geschichte, die sogenannte „Thorpe-Affäre“ aufgreift, und sie auf teils absurde, teils anrührende und durchgängig hochironische Weise rekapituliert.

    Regie führte Stephen Frears (u.a. „Philomena“ – 2013, „The Program – Um jeden Preis“ = „The Program“ – 2015, „Florence Foster Jenkins“ – 2016, „Victoria & Abdul“ – 2017). Als Grundlage für die von Russell T. Davies verfassten Drehbücher diente der True Crime-Tatsachenroman „A Very English Scandal: Sex, Lies and a Murder Plot at the Heart of the Establishment“) des englischen Schriftstellers John Preston (z.B. „Dr Who“, „Queer As Folk“, „Cucumber“), der im Jahr 2016 erschienen ist.

    London 1965: Jeremy Thorpe (Hugh Grant, zuletzt u.a. „Florence Foster Jenkins“), ein aufstrebender Politiker der „Liberal Party“, hat eine Schwäche, in die er seinen (Partei)Freund Peter Bessell (Alex Jennings, u.a. 201 6–2017 in „The Crown“ als Edward, Duke of Windsor, zu sehen) einweiht: Er fühlt sich nach eigenem Bekunden „zu 80%“ zu Männern hingezogen. Doch in den 1960er-Jahren steht Homosexualität im Vereinigten Königreich noch als „Sittlichkeitsverbrechen“ unter Strafe und sein Ex-Liebhaber Norman Lasiffe / Scott (Ben Whishaw, u.a. „Ein Hologramm für den König“ = „A Hologram for the King“ – 2016, „Mary Poppins’ Rückkehr“ = „Mary Poppins Returns“ – 2018) wird immer mehr zu einem Problem für ihn. Daher verfällt Thorpe auf eine unerhörte Idee: Der vorlaute, Ansprüche stellende Norman muss zum Schweigen gebracht, aus dem Verkehr gezogen – am besten ermordet werden!

    Diese lebhafte und durch und durch skurrile, von schier unbeschreiblich bissigem, fast selbstzerstörerischem, ironisch-schwarzem Humor geprägte Dramedy, die von einem der Serie „Sherlock“ ähnelnden, beschwingten Soundtrack durchzogen wird, bereitet die menschlich empörenden und politisch Aufsehen erregenden Vorgänge über einen Zeitraum von 18 Jahren hinweg auf, schlägt dabei ein rasantes Tempo an und ist gleichzeitig in einem beiläufigen Erzählduktus gehalten, der das Erzählte noch unfassbarer erscheinen lässt.

    Jeremys und Normans Leben werden parallel erzählt – wobei der zweite Teil der abgedrehteste ist, sodass sich eine Mischung aus intimen Eindrücken und öffentlichkeitswirksamen Auftritten beider ergibt, sich die eklatanten Unterschiede zwischen ihnen, aber auch Gemeinsamkeiten herauslesen lassen, vor allem aber die besonders gelagerte Obsession füreinander spürbar wird.

    Hugh Grants Verwandlung in Jeremy Thorpe sowie seine Rollenanlage sind beachtlich: Er spielt ihn süffisant als komödiantisch-charismatischen, redegewandten Karrieristen mit verstörend dunkler Seite, als jemanden, „der sich in der Öffentlichkeit versteckt”.

    Ben Wisham bildet als Norman einen starken Gegenpol zu Grant. Auch seine Figur ist vieldimensional: Er zeigt einen jungen Mann, der sich selbst kennenzulernen versucht, seine Grenzen austestet. Mal ist er das weiche, gefügige „Häschen“, kindlich, verspielt, lebensfroh, dann lasziv oder „typisch tuntig“, weinerlich, verzogen, penetrant oder berechnend, aber auch clever, stolz und kämpferisch. Zu Recht erfolgten Auszeichnung für ihn als “Bester Nebendarsteller in einer Fernsehserie, Miniserie oder einem Fernsehfilm“ bei den „Golden Globes 2019, dem „Critics’ Choice Television Awards 2019“, den „British Academy Television Award 2019“, den „Emmy Awards“.

    FAZIT: „A Very English Scandal“ ist die schrullige, ulkige und quirlige Rekonstruktion eines bizarren, wahren Skandals und „der Geschichte eines Lügners, der auf einen Fantasten traf…“, in Form einer schwarzen, manchmal slapstickhaften Komödie mit traurig-tragischen und berührenden Momenten: very very special, wirklich außergewöhnlich und zu empfehlen!

    PS: Der „echte“ Gerichtsprozess und die zutage geförderten dunklen Geheimnisse mancher Abgeordneter im Unterhaus faszinierten und prägten die Öffentlichkeit, da darin zum ersten Mal über Homosexualität gesprochen wurde und es darüber hinaus um die Auseinandersetzung des „Establishments“ vs. den „kleinen Mann“ (und die Bedeutung der Sozialversicherungskarte für ihn) ging.

    Das ausführliche Bonusmaterial auf der DVD mit vielen Interviews macht deutlich, wie viel Liebe in Details wie die zeitgemäße Ausstattung der Kulissen, Anfertigung von authentischen Kostümen, Make-up gesteckt wurde und gibt Hintergrundinfos, z.B. zur Arbeit mit Hunden.

    Weiterführende Ausführungen zur Behandlung von Homosexualität: Zwar wurden in den 1960er-Jahren immer wieder Vorschläge zur Entkriminalisierung der Homosexualität von einzelnen Politikern in das Parlament eingebracht, durchgesetzt werden konnten sie aber erst nach fast 10 Jahren massiver Kampagnen. 1967 wurde das Sexualstrafrecht vom Parlament geändert (Sexual Offences Act), um einige…

    Weitere Informationen

  2. Anonymous
    4.0 von 5 Sternen
    Hugh Grant brilliert als homosexueller Oberschichtsnob, 17. Oktober 2019
    Von 
    Loselumbo

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: A Very English Scandal – Die komplette erste Season (DVD)
    Die Affäre um den englischen Politiker Jeremy Thorpe (1929-2014), der ab Ende der 1960er Jahre eine Zeit lang der liberalen Partei vorstand. Aufgrund seiner Homosexualität, die damals gesellschaftlich nicht akzeptiert und zudem noch strafbar war, verursachte er eben jenen Skandal, von dem im Titel die Rede ist. Seine Beziehung zu dem sehr viel jüngeren liebenswerten Habenichts Norman Scott wird ihm zum Verhängnis, weil er die Sache unter den Teppich kehren will, statt reinen Tisch zu machen.
    Scott taucht jahrelang immer wieder zur Unzeit bei Thorpe auf, der ihn schließlich umbringen will. Der Anschlag misslingt, es kommt zum Prozess, Thorpes Karriere ist zu Ende.
    Hugh Grant gelingt es, den liberalen Oberschichtsnob so vielschichtig darzustellen, dass der nicht nur als Unsympathisch, sondern auch als Mensch rüberkommt. Ben Wishaw als Hippie-Verschnitt sieht aus wie Mick Jagger, nur viel gesünder und fitter.
  3. Anonymous
    3.0 von 5 Sternen
    Ordentlich, aber nicht überragend., 16. November 2019
    Von 
    Tanja White (Grimsby)

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: A Very English Scandal – Die komplette erste Season (DVD)
    Die Story ist gut und in Teilen amüsant. Leider „hängt“ das ganze zu sehr an Hugh Grant, der wahrscheinlich nichts anderes kann als einen englischen „Töff“ zu spielen. Das macht er erwartungsgemäß ordentlich, aber uninspiriert. Alle um ihn herum überraschen mit gutem bis sehr gutem Spiel, aber er schafft es nicht über Durchschnitt hinaus. Das trübt das Erlebnis doch etwas. Alles in allem eine sehr ordentliche miniserie mit einigen Überraschungen, aber leider gebremst durch einen wenig inspirierten Mr Grant. Schade, da war mehr drin.

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