2 thoughts on “Alita: Battle Angel [Blu-ray]

  1. Anonymous
    261 von 261 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Einer der besten Sci-Fi Filme die ich jemals gesehen habe, 23. Mai 2019
    Von 
    Der Eifler

    Nachdem ich letztes Jahr einen Trailer zu Alita: Battle Angel im Kino gesehen habe war mir sofort klar, diesen Film muß ich mir ansehen. Ich bin am Releasewochenende zusammen mit einem Freund ins Kino und habe ihn mir in 3D angeschaut. Was soll ich sagen, der Film hat mich umgehauen. Als ich den Kinosaal verlassen hatte wußte ich, ich hatte soeben etwas ganz Besonderes gesehen. Selten hat mich ein Film emotional so berührt wie dieser. Alita: Battle Angel war der erste Film den ich fünfmal im Kino angesehen habe. Hätte ich die Gelegenheit gehabt, ich wäre noch einige weitere male für diesen Streifen ins Kino gefahren.

    Die Story um Selbstfindung, Liebe, Vater-Tochter Beziehung und das Reifen von einem naiven Teenager zu einer gewachsenen Heldin ist einfach unglaublich schön erzählt und sollte jeden, der kein Herz aus Stein hat, emotional mitnehmen. Die Spezialeffekte sind, wie von J. Cameron und WETA gewohnt, allem anderen um Monate voraus. Selten hat sich ein CGI Model so nahtlos in die reale Kulisse eingefügt. Den größten Anteil daran dürfte Rosa Salazars phänomenale Motion Captering Performance haben.

    Aber auch die Action kommt nicht zu kurz. Alle Action Sequenzen sind perfekt choreografiert und das 3D ein Traum. Wo bei den meisten anderen Filmen die Actionsequenzen zu hektisch geschnitten, zu schnell und oft zu dunkel sind, kann man bei Alita: Battle Angel jede Bewegung und jede Aktion verfolgen. Das 3D ist dabei so gut das man absolut keine Bewegungsunschärfe ausmacht. Die Musik ist wunderschön und stimmig, absolut fantastisch.

    Ich muß gestehen, nachdem ich vor dem ersten Kinobesuch absolut nichts über Alitas Welt wußte, bin ich inzwischen ein Hardcore Fan geworden. Ich habe mir die Deluxe Edition des Mangas sowie Idos Journal und The offiziel Movie Novelization gekauft. Auch einiges an Merchandising schmückt nun mein Wohnung. Alita: Battle Angel ist ein Film für die ganze Familie (sofern 13+ Jahre alt). Ich hoffe wir bekommen in Zukunft noch mehr von Alitas Welt zu sehen, nach endlosen Marvel und DC Comic Verfilmungen wird es Zeit für eine frische Brise in der Kinowelt.

  2. Anonymous
    210 von 210 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Völlig aus dem Nichts…, 22. Mai 2019
    Von 
    Hamsterohr

    Rezension bezieht sich auf: Alita: Battle Angel (Prime Video)

    Mit Spoilern!

    Alita ist einer der Filme, die man nicht kommen sah.
    Beiläufig gab es Meldungen auf Filmseiten, dass ein neuer, von James Cameron produzierter Film auf uns zukommt. Das es eine Mangaadaption sei. Das Motion-Capturing genutzt würde. Erklärungen vom Regisseur Robert Rodriguez, warum die Augen so groß seien – damit man sich emotional besser in den Charakter einfühlen könne.
    All das nahm ich beiläufig war. Irgendwann sah ich dann zufällig auf Youtube einen Trailer und dachte danach, es wird ein durchschnittlicher, “netter” Film. Eine Menge kritische Kommentare waren damals zu lesen, vor allem bezogen auf “gruselige CGI” und “zu große Augen” der Alita selbst.

    Im Februar empfahl mir ein euphorischer Kollege dann, diesen Film auf gar keinen Fall zu verpassen. Auf IMDB und einschlägigen Filmseiten (nicht Kritikerwertungen!) waren die Bewertungen ebenfalls sehr hoch angesiedelt. Die Vorlage war mir übrigens komplett unbekannt.
    Also mit dem Bruder rein ins Kino, komplett ohne Erwartungen. Und was da vor sich ging, konnten wir kaum noch glauben. Alita ist der bisher beste Film des Jahres, und für mich persönlich einer der besten Filme, die jemals gedreht wurden. Zudem ist die Hauptfigur der Alita eine der wärmsten, charmantesten Charaktere, die es bisher in einem Film zu sehen gab. Dabei ist ausgerechnet sie komplett animiert!

    Das Gefühl im Kino nach den Sichtungen war jedes mal einzigartig, da der Film ruhig anfängt, seinen Charakteren Zeit gibt und sich langsam aufbaut. Dann beginnt er nach etwa 30 Minuten, ordentlich in Fahrt zu kommen, zeigt uns mehr von der Welt, beleuchtet die Hintergründe unserer Protagonistin weiter und startet die ersten Action-Szenen. Als Alita, hinterlegt mit fantastischer Musik, vor dem Spiegel ihre ersten Kampfkunstbewegungen übte und darin sichtlich Teile des WingTsun verarbeitet wurden, ging mir als Ip-Man Fan schon das Herz auf. Im weiteren Verlauf steigert sich die Intensität des Films, die ganze Atmosphäre entwickelt einen gewaltigen Drive, der vorläufig in der brachialen Motorball-Szene mündet, bei der mich die Inszenierung in ihrer Wuchtigkeit und Übersicht wirklich beeindruckt hat. Alita beginnt, ihre Kräfte umzusetzen und tut dies auch nicht zu knapp. Sie wird selbstbewusster, mutiger, verliert aber nie ihre Warmherzigkeit.
    Das ist der Punkt, den ich dem Film so hoch anrechnen muss. Es ist eine starke Frauenfigur. Punkt. Das wars. Keine Politik dahinter, kein ständiges “Auf-die-Kacke-hauen”. Sie ist einfach natürlich und nie im Traum würde ich auf die Idee kommen, eine politische Agenda dahinter zu vermuten. Das unterscheidet diesen Film auch von einigen Mitbewerbern der letzten Zeit. Hier haben wir einfach nur eine fantastische Figur im Stile einer Ripley, Katniss, Leeloo oder Sarah Conner.
    Im weiteren Verlauf des Films entwickelt unsere Androidin eine dermaßen große Wut auf einige Figuren und die Umstände, dass sie wie ein (aus der Sicht der “Bösen”) nerviger kleiner Floh nicht aufhört, von ihrem Ziel abzusehen. Gegen Ende treibt der Film es weit genug, sie zu einem kompletten Bad-Ass-Charakter mutieren zu lassen, der alles in Schutt und Asche legt und dabei eine geniale Arschigkeit entwickelt, dass es einen nur so freut. Hier darf sich Rodriguez ordentlich austoben und serviert uns einen sehr befriedigenden, aber fast zu kurzen Showdown. Der Film lässt danach aber nicht locker und schiebt auch weiterhin an, ohne seinen emotionalen Kern zu verlieren.
    Somit endet der Streifen mit einem hochgradig epischen, pompösen Finale, bei dem die Musik nur aus den Boxen springt und das gleichzeitig ein gar nicht so fieser Cliffhanger ist. Denn natürlich will man wissen, wie es weiter geht, trotzdem war das Vorhergegangene abschließend genug und das Hochgefühl des gewaltigen Endes hallt noch nach…

    Was das Effekte-Team von WETA hier geschaffen hat, ist verdammt nahe an absoluter CGI-Perfektion. Große Augen hin oder her, nach 5 Minuten nimmt man diese nicht mehr wahr. Sowohl auf einem technischen Level als auch vom emotionalen Aspekt ist dies die bisher beste CGI-Figur in einem Film überhaupt. Der erste Frame mit Alita, bei dem sie morgens im Bett liegt und die Augen das erste Mal öffnet, ist schon beeindruckend. Tatsächlich gewöhnt man sich schnell an die Figur und nimmt sie dann als vollständiges “Lebewesen” wahr. Ihr Charakter wird unglaublich warm und mit Herz dargestellt und man kann dieses “Mädchen” nur lieb gewinnen, wenn sie sich in einem Moment ein wenig naiv verhält, um im Nächsten absolut loyal entschlossen für ihre Werte und ihre Liebsten einzustehen. Dazu gehört bei ihr auch, den Feinden saftig auf die Umme zu geben und nicht locker zu lassen (Torso-Szene, absolut großartig).

    Auch die Nebendarsteller überzeugen. Keean Johnson bekam bei den Fans verhältnismäßig noch am meisten Kritik ab, wobei ich ihn passend fand und er in einigen Schlüsselszenen (Brücke bei Regen, Herz, Ende)…

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