Stolz und Vorurteil

By | March 25, 2018
Stolz und Vorurteil

Stolz und VorurteilMan kann literarische Vorlagen einfach nicht besser umsetzen als Regisseur Joe Wright in der Version von Jane Austens Stolz und Vorurteil aus dem Jahre 2005. Das Schlüsselwort hierbei ist “Adaption”, denn Wright und die talentierte Drehbuchautorin Deborah Moggach haben sich bei Austens klassischem Roman Freiheiten herausgenommen, die Puristen vielleicht nicht passen dürften, aber in diesem hervorragenden Film sind ihre künstlerischen Entscheidungen voll und ganz gerechtfertigt und außergewöhnlich gut umgesetzt. Hier betrachtet man ein ländlicheres England um 1790 (gegenüber Austens frühem Neunzehnten Jahrhundert), wo Elizabeth Bennet (Keira Knightley) eine von mehreren Schwestern spielt, die für die baldige Vermählung vorgesehen sind. Deren überängstliche Mutter (Brenda Blethyn) wacht beinahe verzweifelt darüber, dass ihre Töchter nur mit den edelsten und reichsten verfügbaren Ehemännern verheiratet werden. Elizabeth ist eigenwillig und starrsinnig, aber ihr Verstand (ebenso wie ihr Stolz und Vorurteil) kann ihr Herz nicht im Zaum halten, als sie den reichen Mr. Darcy (Matthew Macfadyen) kennen lernt, dessen eigener Sinn für Anstand und Diskretion (ebenso wie sein Stolz und Vorurteil) verhindern, dass er ihr seine Zuneigung gesteht. Die beiden sind füreinander bestimmt, und während Knightleys Darstellung die Leinwand erhellt (die noch jung genug ist, um mädchenhaft impertinent zu erscheinen und dennoch trotz ihrer zwanzig Jahre weise wirkt), erfährt Austens zeitlose Romanze eine ebenso zeitlose Adaption, die qualitativ problemlos mit der beliebten BBC Miniserie messen kann, die seit ihrer Ausstrahlung im Jahre 1995 Millionen von Zuschauern begeistert hat. Man mag sich darüber streiten, welche Version nun die “beste” ist, aber diese untadelige Produktion mit ihren umwerfenden Nebendarstellern wie Judi Dench und Donald Sutherland erreicht ihre eigene Art von Perfektion. Jeff ShannonEnde des 18. Jahrhunderts in England: Mrs. Bennet hat ihren fünf Töchtern nur ein Lebensziel beigebracht: Ehefrau zu werden. Doch ihrer zweitältesten Tochter Lizzie fallen gleich hundert Gründe ein, sich nie zu vermählen.
Als ein wohlhabender Junggeselle und sein kultivierter Freundeskreis ihre Sommerresidenz in einer nahe gelegenen Villa einrichten, herrscht bei den Bennets wegen der vielen möglichen Verehrer große Aufregung. Tatsächlich bändelt der Neuankömmling Mr. Charles Bingley sofort mit der ältesten Tochter Jane an. Als Lizzie jedoch den gut aussehenden und versnobten Mr. Darcy kennen lernt, gefährden schon bald Stolz und Vorurteile ihre aufkeimende Liebe. Können die Gefühle der beiden dennoch siegen – und kann Lizzie endlich einen Grund zum Heiraten finden…?

Bonusmaterial:
Die Kunst der Verabredung; Die Häuser; Die Bennets; Das Leben in der Zeit von Jane Austen; Am Set; Bilder aus dem 19. Jahrhundert; Stolz & Vorurteil Stammbaum; Alternatives Ende; Audiokommentar des Regisseurs;

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2 thoughts on “Stolz und Vorurteil

  1. nicole
    18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    5 sterne sind zuwenig, 13. März 2017
    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Stolz und Vorurteil (Amazon Video)
    Ich kannte diese Geschichte zuvor noch nicht, weder das Buch, welches sensationell sein muss, noch diesen Film.
    Ich bin überwältigt!
    Mir fehlen die Worte, die diesem Film gerecht werden könnten. Die Wahl der Schauspieler empfand ich als äußerst gelungen, die Musik ein Traum für die Ohren und die landschaftlichen Eindrücke eine Symphonie für die Augen.
    Die Dialoge haben mich direkt in diese Zeit versetzt
    Ganz klare Empfehlung für dieses Meisterwerk!!
  2. Amazon Kunde
    6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Sonnenaufgang, 24. Juni 2017
    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Stolz und Vorurteil [dt./OV] (Amazon Video)
    Ich liebe diesen Film bis zur Schriftart im Abspann, bis zur einsamen, widerspenstigen Locke in Elizabeths Frisur. Doch in dieser Beschreibung allein begehe ich schon einen Fehler: Ich teile den Film, preise seine Glieder statt seiner Seele.
    Und seine Seele ist nichts anderes als ein Sonnenaufgang auf dem Lande begleitet von Schubert’s Six Moments Musicaux. Es wäre ungerecht ihn allgemein als schön zu beschreiben, denn seine Schönheit ist spezifisch.
    Ich bedanke mich bei aller Technik dieser Welt, die es einem möglich macht diese Schönheit erfahren zu können wann es beliebt, und sie so beinahe mit sich zu tragen. Die Schönheit des Films dient als Linse, durch die die Schönheit aller Dinge hervortritt, und es ist nur angemessen, dass ich sie bei mir trage, als würde sie in mein Portemonnaie passen.

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